
Studien und Forschung
Die wissenschaftliche Untersuchung boxbasierter therapeutischer und rehabilitativer Interventionen hat in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Erste Studien und systematische Untersuchungen weisen darauf hin, dass insbesondere kontaktlose und therapeutisch strukturierte Boxinterventionen mit positiven Veränderungen körperlicher, psychischer und psychosozialer Parameter verbunden sein können.
Untersucht wurden bislang unter anderem Auswirkungen auf Mobilität und Gleichgewicht, Selbstwirksamkeit, psychisches Wohlbefinden, depressive und ängstliche Symptome sowie unterschiedliche motorische und funktionelle Parameter.
Gleichzeitig befindet sich die spezifische Forschung zum Therapeutischen Boxen als eigenständigem interventionsorientiertem Ansatz noch in einem Entwicklungsstadium. Insbesondere für psychotherapeutische, psychosoziale, suchttherapeutische und traumaorientierte Anwendungsbereiche besteht weiterer Forschungsbedarf.
Die Deutsche Gesellschaft für Therapeutisches Boxen, Forschung und Intervention (DGTBI) sieht daher eine ihrer zentralen Aufgaben darin, die wissenschaftliche Fundierung des Therapeutischen Boxens systematisch voranzutreiben.
Hierzu sollen bestehende Forschungsergebnisse zusammengeführt, einheitliche fachliche Definitionen und Interventionsstandards entwickelt sowie eigene wissenschaftliche Untersuchungen und Forschungskooperationen initiiert werden.
Von besonderem Interesse sind dabei mögliche Wirkmechanismen des Therapeutischen Boxens in den Bereichen Emotionsregulation, Selbstwirksamkeit, Körperwahrnehmung, Stressregulation, Impuls- und Affektregulation, soziale Interaktion, Ressourcenaktivierung und psychische Stabilisierung.
Die DGTBI versteht die wissenschaftliche Evaluation als Grundlage für eine verantwortungsvolle Weiterentwicklung des Therapeutischen Boxens. Aussagen zu Wirksamkeit und therapeutischem Nutzen sollen differenziert und entsprechend dem jeweils verfügbaren wissenschaftlichen Evidenzstand getroffen werden.
Wissenschaftliche Literaturliste – Therapeutisches und interventionsorientiertes Boxen
Ein großer Teil der bisherigen Forschung betrifft kontaktloses bzw. adaptiertes Boxtraining, insbesondere bei Parkinson. Direkte klinische Forschung zu Therapeutischem Boxen als psychotherapeutisch/psychosozial ausgerichteter Intervention ist bislang deutlich kleiner. Eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit bestätigt insgesamt eine wachsende, aber methodisch noch heterogene Studienlage:
